Nach der Beerdigung der jungen Frau eines Verbrecherbosses, als alle Verwandten und Gäste gegangen waren, wollte der Bestatter gerade gehen, als er plötzlich ein seltsames, mahlendes Geräusch aus der Unterwelt hörte.

LEBENSGESCHICHTEN

Nach der Beerdigung der jungen Frau eines Verbrecherbosses, als alle Verwandten und Gäste gegangen waren, wollte der Bestatter gerade gehen, als er plötzlich ein seltsames, knirschendes Geräusch aus dem Boden hörte. 😲

Zuerst dachte er, er bilde es sich nur ein und machte einen Schritt Richtung Ausgang, doch das Geräusch kam erneut, diesmal lauter. Und dann geschah etwas, das noch lange im Ort für Gesprächsstoff sorgen sollte. 😢😱

Meine Großmutter erzählte mir diese Geschichte. Sie sagte, es sei über zwanzig Jahre her, aber sie erinnerte sich noch immer mit zitternder Stimme daran.

Damals gab es in ihrem Ort einen Bestatter – einen älteren, stillen und zurückgezogenen Mann. Sein Name war Thomas. Er sprach selten mit jemandem, verrichtete seine Arbeit schweigend und blieb immer länger auf dem Friedhof als die anderen. Man sagte, nach dem Tod seiner Frau sei er fast nie mehr nach Hause gegangen.

An jenem Tag beerdigten sie eine junge Frau – die Frau eines örtlichen Verbrecherbosses. Niemand sprach ihren Namen aus. Selbst bei der Beerdigung wurde geflüstert, als fürchteten die Verstorbenen, sie könnten es belauschen.

Der Ehemann ging an der Spitze des Trauerzugs. Sein Gesicht war ausdruckslos. Keine Tränen, keine Regung. Um ihn herum Sicherheitsleute, teure Autos, Fremde mit ebenso leeren Blicken.

Thomas begriff sofort: Das war keine gewöhnliche Beerdigung. Er hatte schon viel gesehen und wusste, dass solche Leute sehr reich waren und dass ihnen das Unglück stets folgte.

Als die junge Frau begraben war und alle gegangen waren, war der Friedhof leer. Die Sonne ging bereits unter, der Schnee knirschte leise unter den Füßen. Thomas blieb wie immer. Er ebnete den Hügel ein, sah nach dem Kreuz, verharrte einen Moment und wollte gerade gehen.

Er hatte das Tor fast erreicht, als er ein seltsames Geräusch hörte.

Leise. Ein kaum wahrnehmbares Kratzen.

Er blieb stehen. Er schob es auf den Wind. Er machte einen Schritt, doch das Geräusch kam wieder. Diesmal deutlicher.

Und dann geschah etwas, worüber die Einheimischen schon lange sprachen und das Geschehene zu begreifen versuchten. 😢😲 Den Rest der Geschichte habe ich in den Kommentaren geteilt. 👇👇

Thomas drehte sich langsam um. Ihm sank das Herz. Das Geräusch kam aus Richtung des frischen Grabes der Frau.

Er stand lange da und zögerte, sich zu nähern. Dann kehrte er schließlich zurück. Er hockte sich hin, legte sein Ohr an den Boden und hörte ein leises Stöhnen.

Er hielt nicht inne, um nachzudenken oder jemanden zu rufen. Er nahm einfach eine Schaufel und begann zu graben.

Als er den Sargdeckel öffnete, sah er, dass die Frau lebte. Sie atmete. Kaum.

Später stellte sich heraus: Ihr Tod war vorgetäuscht. Der Ehemann hatte Probleme mit sehr wichtigen Leuten. Man hatte ihm unmissverständlich gesagt, dass die Familie in Gefahr sei. Um seine Frau zu retten, hatte er ihren Tod vorgetäuscht. Ärzte wurden bestochen, Dokumente gefälscht, die Beerdigung inszeniert.

Der Frau war ein Betäubungsmittel injiziert worden. Sie sollte in mindestens einer Stunde wieder zu sich kommen. Die Männer ihres Mannes sollten sie noch in derselben Nacht abholen und wegbringen. Doch etwas ging schief.

Sie wachte vorzeitig auf. Und ohne den Bestatter hätten sie sie nicht rechtzeitig retten können.

Niemand weiß genau, was danach geschah. Man sagt, mehrere Autos hätten die Stadt noch in derselben Nacht verlassen. Und ein paar Tage später verschwand der Verbrecherboss. Zusammen mit seiner Frau.

Oma beendete diese Geschichte immer auf dieselbe Weise:

„Ich habe sie nie wieder gesehen. Weder ihn noch sie.“ Nur der Bestatter ging lange Zeit auf dem Friedhof umher und bekreuzigte sich jedes Mal, wenn er an diesem Grab vorbeikam. Obwohl es schon lange leer war.

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