Die Familie von Michael Schumacher gewann einen Rechtsstreit gegen den deutschen Verlag Funke Mediengruppe, der in seiner Zeitschrift Die Aktuelle ein von einem neuronalen Netz generiertes Interview im Namen des legendären Formel-1-Rennfahrers veröffentlichte. Das Gericht verurteilte das Unternehmen zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 200.000 Euro wegen der Verletzung der Rechte der Familie Schumacher. Das berichtet die Daily Mail.

Der Hauptgrund für die Klage war, dass die Zeitschrift Die Aktuelle vor einem Jahr auf dem Cover ein Foto eines lächelnden Michael Schumacher mit der Überschrift „Michael Schumacher, erstes Interview“ veröffentlichte. Allerdings erfuhren die Leser erst, nachdem sie den Artikel geöffnet hatten, dass die Zitate durch künstliche Intelligenz generiert wurden.
Die Familie Schumacher kündigte umgehend an, gegen die Veröffentlichung Klage einreichen zu wollen. Danach wurde die Chefredakteurin des Magazins, Anne Hoffman, entlassen und das Unternehmen entschuldigte sich für die schlechte Qualität und den betrügerischen Artikel.

Michael Schumacher ist siebenmaliger Formel-1-Weltmeister. Im Dezember 2013 erlitt er beim Skifahren schwere Kopfverletzungen. Die neuesten Berichte über seinen Gesundheitszustand von Mitgliedern der Familie Schumacher stammen aus dem September 2021. Dann wurde auf Netflix eine Dokumentation über den Rennfahrer veröffentlicht, in der seine Verwandten berichteten, dass er sich nicht selbstständig bewegen oder kommunizieren könne.







