Ich fühlte mich in meiner Familie immer wie eine Außenseiterin.
Meine Mutter Elena schenkte meinen älteren Schwestern Marina und Sofia eindeutig mehr Aufmerksamkeit. Sie bekamen Geschenke, Fürsorge und Liebe. Und ich versuchte immer, die Beste zu sein: zu arbeiten, den Haushalt zu machen, zu lächeln.

An meinem 18. Geburtstag sagte er zu mir:
— Du wirst hier nicht mehr wohnen. Die Wohnung gehört deinen Schwestern. Geh und rette dich.
Ich war fassungslos. Dieses Haus bedeutete mir alles. Nur mein Großvater, der Vater meiner Mutter, behandelte mich herzlich. Jeden Sommer fuhr ich in sein Dorf, arbeitete im Garten, backte Brot und Süßigkeiten – dort fühlte ich mich wichtiger als nötig.
Nach seinem Tod wurde alles schwieriger: Meine Mutter sah mich zunehmend gleichgültig an, meine Schwestern lachten mich aus und schlugen mich wie ein Waisenkind.
Nachdem ich aus dem Haus geworfen worden war, begann ich als Krankenschwester zu arbeiten. Es war schwer für mich, aber meine Kollegen akzeptierten mich. Dann stand mir Mischa, mein Liebhaber, bei. Dann tauchte Tomasz auf – ein freundlicher Mann, der mir einen Job und eine Wohnung besorgte. Bald zogen wir zusammen, und ich erfuhr, dass ich schwanger war.
Eines Tages sah ich in Tomasz’ Haus ein altes Foto meines Großvaters. Neben ihm war Tomas selbst. Es stellte sich heraus, dass er der Bruder meines Großvaters war und mich immer heimlich beschützt hatte. Und das Wichtigste: Elena, die ich für meine Mutter hielt, war nicht wirklich meine Mutter. Meine wahre Mutter entpuppte sich als ihre Schwester – sie verbarg alles aus Rache.
Heute habe ich einen Mann, Kinder und eine richtige Familie. Zum ersten Mal fühle ich Glück.







