
Martha stieß ein verächtliches Lachen aus. „Liebling, Weiß ist für die reinen Bräute. Weißt du schon, die, die noch nicht…“ Sie machte eine Pause und ihr Blick fiel auf meinen Bauch. „…in deiner Situation sind.“ Ich konnte kaum fassen, was ich hörte. „Wie bitte?“ Meine Stimme zitterte und ich legte instinktiv die Hand auf meinen Bauch. „Du hast mich gehört“, erwiderte sie in einem frostigen Ton. „Ich bin die Chefin hier. Wir betreuen normalerweise keine spontanen Hochzeiten. Und ehrlich gesagt wird keines dieser Kleider deiner… Situation gerecht.“ Ich stand da, fassungslos. Es sollte ein freudiger Tag werden. Jetzt zerstörten ihre Worte alles. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Mein Gesicht erhitzte sich vor Scham und Wut, aber ich fand keine Worte. Ich wollte nur aus ihrem kritischen Blick entkommen. Bevor ich etwas sagen konnte, unterbrach mich Martha mit einer Grimasse. „Mach dir keine Mühe, noch mehr Kleider anzuprobieren. Wir haben nichts, das zu… deinem Zustand passt. Versuch, beim Rausgehen nicht schwanger zu werden.“ Mr. Taylor wandte sich mir zu, seine Miene wurde sanfter. „Es tut mir sehr leid, was sie gesagt hat. So behandeln wir unsere Kunden nicht. Lassen Sie mich das in Ordnung bringen.“

Ich sah ihn an und spürte noch den Schmerz von Marthas Worten. Doch seine aufrichtige Entschuldigung linderten einen Teil des Schmerzes. „Danke“, flüsterte ich.
Er lächelte mich warm an. „Ich möchte dir einen Rabatt auf jedes Kleid anbieten, das du auswählst. Nimm dir Zeit und finde etwas, das dich so schön fühlen lässt, wie du es bist.“
Seine Freundlichkeit war ein Balsam für mein verletztes Herz. Mit neuer Entschlossenheit ging ich zurück zur Umkleidekabine. Ich fand ein anderes Kleid, schlicht aber beeindruckend, mit einem sanften Fall, der meinen Bauch perfekt bedeckte. Als ich mich im Spiegel ansah, sah ich endlich die Braut, die ich mir vorgestellt hatte, strahlend vor Glück.









